„Ok, moment Mal! Spiel & Arbeit miteinander vereinen? Wir haben hier seriöse Arbeit zu verrichten und können nicht rumdaddeln.“

Das ist eine der häufigen Reaktionen die man erlebt, wenn man das Thema Gamification zum ersten Mal den Leuten und Organisationen vorstellt. Eine zweite Reaktion ist häufig auch:

„Machen wir längst. Wir haben Ranglisten und führen regelmäßig Wettbewerbe zwischen Teams und Mitarbeitern durch und der Gewinner bekommt dann einen Preis.

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Daher beginnen wir immer gerne von vorne:

1. Gamification bedeutet nicht, echte Spiele zu bauen.

Denn ansonsten würden wir es einfach Spiele nennen. Wie clever von uns, oder?
Stattdessen bedeutet Gamification, dass man die Rahmenbedingungen & Elemente, die gerade Aktivitäten wie Spiel, Sport & Hobby so attraktiv für uns machen (auch gerne als intrinsisch motivierend bezeichnet) auf alltägliche Situationen überträgt. Der Vorteil: So können wir diese Situationen weiterhin ausführen, also unserem Job nachgehen, Aufgaben wie gewohnt erledigen, Ziele und Vorgaben erreichen, und erleben diese gleichzeitig auf eine intuitiveren und ansprechenderen Art & Weise, ähnliche wie wir sie aus Spiel, Sport & Hobby bereits gewohnt sind.

2.Durch das simple ausloben von Preisen setzt man nur auf extrinsische Belohnung.

„Eine unattraktive Aktivität inzentiviert, ist immer noch unattraktiv!“

Ziel von Gamification ist es ja gerade die Aktivität selbst fesselnder, also attraktiver zu gestalten. Extrinsische Ansätze, wie Belohnungen als Köder, schiessen daher meist völlig am Ziel vorbei.

 

Stattdessen bedeutet der Einsatz von Gamification, dass man Rahmenbedingungen schafft, in denen etwas passiert. Und wenn dies die richtigen Rahmenbedingungen sind, dann helfen Sie dem Menschen in Richtung spielerisches Erlebnis.

 

Die logische Frage ist nun: Welches sind denn die passenden Rahmenbedingungen? Ebenso wie wir zu unterschiedlichen Lebenszeiten und Situationen unterschiedliche Spiel und Aktivitäten lieber machen, kommt es auch bei Gamification stark auf den Kontext an. Wie ist die Kultur des Unternehmen, in dem es eingesetzt werden soll? Z.B. eher kollaborativ oder eher kompetitiv? Was für ein Prozess/Aktivität soll den gamifiziert werden? Einzel- oder Teamarbeit? Ein kurzfristiges Projekt oder andauernde Tätigkeit? Repetitive oder kognitive Aufgabe?

Inzwischen haben sich aber 5 Rahmenbedingungen herauskristallisiert, die wir immer wieder vorfinden, wenn der Mensch von einer erfüllenden, engagierten und fokussierten Tätigkeit spricht. Egal ob dies im Kontext von Spiel, Sport & Hobby oder dem Beruf geschieht. Diese 5 Rahmenbedingungen haben wir hier näher erläutert:

Befragt man nun unterschiedliche Personen, die sich in ihrem Arbeitsumfeld sehr wohl fühlen, was es denn ist, dass sie so an ihrem Job lieben, dann findet man in ihren Antworten oft sogar alle 5 dieser Säulen. Auf den ersten Blick zwei scharf voneinander getrennte Bereiche, wird die Verwandschaft von Arbeit und Spiel spätestens dann offensichtlich.

Außer der Zufriedenheit der Mitarbeiter oder Kunden, gibt es für Unternehmen auch noch weitere interessante Aspekte. Ohne die Möglichkeiten des spielerischen Ausprobierens gibt es keine Kreativität, keine wirklichen Neuerungen, keine wirklichen Durchbrüche.

„Im Spiel jagt der Mensch sein ‚Besseres Ich‘.“

Besonders langfristiger Erfolg bedeutet, dass man sich laufend an ändernde Bedingungen anpassen muss. Das menschliche Gehirn ist, fantastischer Weise, genau dafür gebaut. Während sich Unternehmen also laufend fragen, wie es ihnen gelingt eine interne Dynamik zu schaffen, in der es gelingt sich laufend an Marktveränderungen anzupassen, sucht der Mensch in seiner Freizeit – Spiel, Sport & Hobby – freiwillig genau solche Situationen auf. Wir sehen wir Arbeit & Spiel verbunden.